Das Hipster Phänomen und eine transatlantische Diskussion

Die typischen Erkennungsmerkmale einer der dominanten Subkulturen, den Hipstern, sind eine schwarze Hornbrille, meist ein Modell von Ray Ban, eine superenge Röhrenjeans und ein bedruckter Jutebeutel. Wahlweise kommt dazu noch der „vorne lang hinten kurz Haarschnitt“ (Undercut) et voilà, fertig ist das zurzeit meistdiskutierte Phänomen rund um den Globus. Ob in New York oder Berlin, der Hipster ist in jeder „angesagten“  Metropole zu finden. Die Einen lieben ihn, die Anderen hassen ihn. Wenn man einem aktuellen Artikel des Tagesspiegels Glauben schenken darf, ist eher Letzteres der Fall. In Berlin wird via Youtube über die Szenemenschen gewettert, in New York legen Künstler Fuchsfallen gefüttert mit typischen Accessoires wie Sonnenbrillen oder analogen Fotokameras als Lockmittel auf die Straßen. Der Grund für die zunehmende Aversion liegt klar auf der Hand: Der überhebliche Hipster sieht sich selbst als einzigartig und individuell. Doch anstatt sich von der Masse abzuheben, geht jeder Einzelne von ihnen im Mainstream unter, keine Spur von Individualismus und Authentizität. Dabei ist der Hipster keineswegs eine neue Erfindung. Nachdem er das erste Mal Ende der neunziger Jahre in US-Großstädten auftauchte, erlebt er gerade lediglich sein Revival. Mit der Entwicklung dieser sozialen Spezies setzt sich das im Suhrkamp Verlag erschienenen Buch „Hipster: Eine transatlantische Diskussion“ auseinander. Schriftsteller und Publizisten suchen die Hintergründe zu erforschen und so geht es auf in eine muntere Diskussionsrunde, angeführt von dem amerikanischen Redakteur Mark Greif. Wir legen euch das Buch ans Herz, weil es mit einer gesunden Portion Selbstironie den Hipster mit all seinen Ecken und Kanten beleuchtet. Und sehr unterhaltsam ist es obendrein, natürlich eher für Nicht-Hipster.

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