Der Solarbikini

"iKini" by Andrew Schneider / Foto via www.andrewjs.com

Bei Funktionsbekleidung steht – wie der Name schon sagt – die Funktion im Vordergrund. Soll heißen: Erst gibt es die Funktion, dann das Design. Manchmal ist es einfach nur praktisch, aber mittlerweile wird manchmal auch Wert auf eine schöne Optik gelegt. Diverse LED-Kleider z.B. wären ja nicht annähernd so schön, wenn sie nicht den richtigen Schnitt hätten. Ein gutes Beispiel dafür ist das “Klight” von Mareike Michel. Funktion und Design harmonieren hier und auch wenn die blinkenden Lichter reine Dekoration sind, so macht das Gesamtpaket durchaus Sinn. Der Solarbikini “iKini”des New Yorker Designers Andrew Schneider lässt mich jedoch schmunzeln. Was war zuerst im Kopf des Modemachers? Die Funktion oder das Design? Der Bikini ist komplett mit flexiblen Solarzellen besetzt und mit einem USB-Anschluss ausgestattet. Die Idee: Du liegst in der Sonne und brätst vor dich hin, im Ohr Ohrstöpsel und du genießt die Musik. Plötzlich: Akku leer. Verdammt. Mit dem “iKini” gehört dieses Szenario der Vergangenheit an. Mit 150 Euro zählt das Teil sicher sogar zu den Schnäppchen in der Welt der Funktionsbekleidung und für manch einen Designer-Badefetzen kann man locker das 10fache hinblättern. Nun komm ich aber wieder zu meiner Grundfrage: Macht das überhaupt noch Sinn? Denn schön ist es – meinem Geschmack nach – leider nicht und dass man damit baden gehen kann, bezweifle ich auch stark.

Foto: via www.andrewjs.com

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