Kino Tipp: Ein Russischer Sommer

Ein russischer Sommer / Quelle: kino-ilmenau.de

“Ein russischer Sommer”, der aktuelle Film von Micheal Hoffman erzählt auf eine etwas andere Weise vom großen Autor Tolstoi. Und von der Liebe. Und er war auch noch nominiert für zwei Oscars. Grund genug für mich, einen Abend an diesem Wochenende mit diesem Streifen zu verbringen.

Russland, 1910. Der legendäre russische Schriftsteller Leo Tolstoi entscheidet gemeinsam mit seinem Vertrauten Tschertkow(Paul Giamatti) die Rechte an seinen Werken dem russischen Volk zu vermachen, statt seiner Frau Sofia(Helen Mirren). Sobald sie dies erfährt, verwandelt sie sich nach 48Jahren Ehe in eine wandelnde Furie, was ihren Mann in seiner Entscheidung nur bestärkt. Sein neuer Sekretär Walentin(James McAvoy), der ohnehin mit der Nervosität seinem Vorbild Tolstoi gegenüber zu kämpfen hat, gerät ständig zwischen die Fronten dieser Ehekrise. Und als wäre das nicht schon lästig genug, findet er sich in einer Romanze wieder, die so gar nicht den Lehren von Tolstoi entspricht…

Auf amüsante und leichte Weise erzählt Micheal Hoffman diese Geschichte, die uns viele verschiedene Ansichten und Theorien in Sachen Liebe vorführt und auch dem großen Tolstoi etwas näher bringt. Und das vor einer malerischen Kulisse der vergangenen Jahrhundertwende.  Denn nichts scheint einem romantischer, als der prachtvolle Landsitz der Tolstoi-Familie und die fließenden, edlen Kleider dieses Jahrzehnts.  Gerade Hellen Mirren verzaubert uns nicht nur mit ihren schauspielerischen Leistungen, sondern auch  mit ihrer schicken und detailreichen Garderobe.  Adam McAvoy hat mich zumindest, wie immer, durch seine bloße Präsenz begeistert.

Mein Fazit: Ein sympathischer Film der, obwohl der Name Tolstoi vielleicht etwas anderes versprechen mag, wunderbar leicht erzählt ist. Und modisch wieder eine kleine Lektion in Kostümgeschichte.

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